19.01.2021 - 16:04 Uhr
AmbergSport

DJK Gebenbach und DJK Ammerthal: "Von Null auf Hundert in die Restrunde"

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Zwei Fußball-Bayernligisten in den Startlöchern: Die DJK Ammerthal und die DJK Gebenbach hätten am 31. Januar und am 1. Februar mit dem Training im Freien begonnen. Daraus wird nichts - der Lockdown verlängert die Zwangspause.

Schneemänner mit Trikot auf dem Fußballplatz, wie hier beim TuS Kastl: Mehr geht momentan nicht, Training im Freien ist vor Mitte Februar nicht möglich.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die Fußball-Bayernliga Nord ruht, und das wird vermutlich noch länger dauern. Wann wieder gespielt werden darf, hängt von den Vorgaben der Politik ab. Sowohl bei der DJK Ammerthal als auch bei der DJK Gebenbach kommt trotzdem ein bisschen Bewegung in die Mannschaft.

Gebenbach vermeldet eine weitere Vertragsverlängerung nach Stürmer Michael Jonczy: Oliver Gorgiev (40) verlängert um ein Jahr und bleibt auch in der Saison 2021/22. "Das ist fest", erklärt Sportlicher Leiter Franz Wittich. "Bei uns hätte das Hometraining am 15. Januar begonnen. Aber wir schauen uns jetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus die politische Lage an und entscheiden dann. Vorerst haben wir nichts geplant."

Pokalspiel am 15. März

"Spieler zu animieren, jetzt zu wechseln – das habe ich aufgegeben.“

Tobias Rösl, Sportdirektor der DJK Ammerthal

Tobias Rösl, Sportdirektor der DJK Ammerthal

Die DJK Gebenbach hat laut Terminplan am 15. März das Verbandspokalspiel der zweiten Runde gegen die SpVgg Ansbach, in der ersten Runde gab es einen Sieg gegen Vilzing. "Ich denke, dass wir von Null auf Hundert in die Restrunde starten müssen, aber wann das ist, kann keiner sagen." Die Verantwortlichen in Gebenbach wollen sich Ende Januar zusammensetzen und dann die weitere Vorgehensweise besprechen.

Keiner auf die Waage

„Unsere Spieler sind so intelligent, dass sie sich auf einem gewissen Level fit halten.“

Franz Wittich, Sportlicher Leiter der DJK Gebenbach

Franz Wittich, Sportlicher Leiter der DJK Gebenbach

Einen Trainingsplan gebe es bisher nicht, der kommt dann, "wenn wir hochfahren", so Wittich. Jeder Spieler hat die Verantwortung für sich selbst, sich fit zu halten. Ab 1. Februar hätte das Training im Freien begonnen. "Unsere Spieler sind so intelligent, dass sie sich auf einem gewissen Level fit halten." Trainer Faruk Maloku halte losen Kontakt zu ihnen. Aus die Waage müsse sich zu Wiederbeginn keiner stellen, denn "da merkt man schon, dass es Bayernliga ist. Die Jungs sind so ehrgeizig, dass sie sich fit halten."

Frei über die Feiertage

Über die Feiertage hat Tobias Rösl, Sportdirektor der DJK Ammerthal, seine Mannschaft in Ruhe gelassen. "Wir hätten am 31. Januar im Freien begonnen, das war der Plan. Aber das geht ja nicht, deswegen müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen," erklärt Rösl. Zwei Läufe pro Woche auf Zeit, 35 Minuten. Anschließend ein Stabilisierungsprogramm für alle online über Zoom. "Mit Anleitung von uns, von Maximilian Reichenauer und mir." Das Stabiprogramm umfasst Übungen zur Stärkung des Rumpfes, der Rückenmuskulatur und des Oberkörpers. "Was jeder zu Hause machen kann, mit Isomatte, aber ohne Geräte." Begonnen wird mit ab Montag, 25. Januar, mit einem Online-Treffen. "Da erklären wir den Spielern, was wir machen." Am 26. Januar ist dann der erste Lauf plus Stabiprogramm angesetzt.

Die Mindestsumme: 250 Euro

Durch die Corona-Maßnahmen fehlen den Vereinen etliche Einnahmen - aber wie verhält es sich mit den Gehältern der Spieler? "Bei uns gibt es eine klare Absprache. Wir sind einer der wenigen Bayernligavereine, bei denen es keinen Monat ohne Geld gibt. Wir halten uns an die Verträge und zahlen den Spielern die Mindestsumme", erklärt der Ammerthaler Sportdirektor. Das sind 250 Euro pro Monat. "Das wurde auch während des ersten Lockdowns so gehandhabt." Diese Vereinbarungen haben die Spieler "einheitlich" so akzeptiert. "Das war richtig gut", sagt Rösl. Viele Vereine, so Rösl, hätten gesagt: Kein Spiel, kein Geld. "Das haben wir nie gemacht. Man hat einen Vertrag, und beide Seiten konnten nicht wissen, dass so etwas kommt."

Thomas Milde, 2. Vorsitzender der DJK Gebenbach, wollte keine Auskunft darüber geben, wie es in seinem Verein gehandhabt wird: "Da bitte ich um Verständnis, dass wir zu Gehältern nichts sagen."

Was den Kader der beiden Bayernligisten betrifft, gibt es kaum Neuigkeiten: Die DJK Gebenbach verzeichnet weder einen Zu- noch einen Abgang in der langen Winterpause. Bei der DJK Ammerthal verlässt ebenfalls kein Spieler den Verein, aber: "Wir sind derzeit in Verhandlungen mit einem Jugendspieler aus Weiden. Aber wir wissen nicht, ob es klappt. Es ist ja die dritte Wechselfrist in dieser Saison, in der die Vereine zustimmen müssen", erklärt Tobias Rösl. "Spieler zu animieren, jetzt zu wechseln - das habe ich aufgegeben", sagt Rösl.

Seifert zurück

"Uns hat die Pause gut getan, dass die Verletzten wieder alle an Bord sind. Da sind wir top zufrieden. Marco Seifert, der im Sommer einen Kreuzbandriss hatte, wird zurück kommen", erklärt Franz Wittich.

Vier Wochen Vorlauf?

Die DJK Ammerthal hat noch acht Punktspiele vor sich. Wann diese ausgetragen werden können, ist offen. "Im Sommer hat es geheißen, dass wir vier Wochen Vorlauf bekommen, bevor die Punkterunde wieder beginnt. Da müssten wir Anfang März mit dem Training anfangen. Ich glaube aber nicht, dass vor Ostern etwas geht", erläutert Rösl.

Ligapokal ein "Ei"

Er glaubt, dass sich der Fußballverband mit dem Ligapokal "ein richtiges Ei" gelegt hat. Denn dieser sei zusätzlich zum Punkteprogramm auszuspielen. Und der, so Rösl, könne nicht einfach wie in den unteren Klassen gestrichen werden. Die Problematik sei, dass der BFV den Aufstiegs-Relegationsplatz vergeben habe, der mit dem Ligapokal ausgespielt werden soll. "Wie soll das funktionieren?", fragt der Ammerthaler Sportdirektor.

Abrupter Abpfiff: DJK Gebenbach spielt in diesem Jahr nicht mehr

Gebenbach

Kein Wort zum Sport: Tobias Rösl

Ammerthal

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