16.05.2021 - 11:09 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Impfen bei der US-Armee: „Es ist genügend Impfstoff für alle da“

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Auch in Hohenfels: Impfen ist der beste Corona-Schutz. Die US-Armee am Standort Hohenfels ist schon mittendrin in der Impfaktion für deutsche Angestellte und US-Soldaten.

Mehrere hundert deutsche Arbeitnehmer ließen sich im Truppenübungsplatz Hohenfels gegen Corona impfen. Specialist (SPC) Anna Helena Alexander, eine ausgebildete Rettungssanitäterin der US-Armee, verabreicht das begehrte Vakzin. Captain Zachariah Clark, Medical Director der Health Clinic Hohenfels, überwacht den Impfvorgang.
von Paul BöhmProfil

Der Andrang war enorm. Kein Wunder, denn im Übungsplatz Hohenfels kommen auch die deutschen Arbeitnehmer schnell und ohne Priorisierung an das begehrte Vakzin von Moderna oder Johnson & Johnson. Und drängeln brauchte man überhaupt nicht, denn alle wurden geimpft. Obwohl es regnete, warteten die Impfwilligen vor der Turnhalle auf den begehrten Piks. Viele hielten ihr Impfbuch und ihren Ausweis schon in der Hand, damit keine langen Wartezeiten entstanden.

Aus den Vereinigten Staaten sind über Landstuhl (Rheinland-Pfalz) und Grafenwöhr größere Mengen an Impfstoff nach Hohenfels geliefert worden. Die US-Armee hat umgehend reagiert und sofort mit dem Impfen ihres Personals - dazu zählen neben den Soldaten auch einige Hundert deutsche Zivilangestellte - begonnen.

Vordrängen war nicht nötig, denn die Impfstraße, von der Anmeldung über die Datenerfassung bis hin zur Aufklärung, war mehrfach besetzt. Mehrere Ärzte überwachten die von Fachpersonal verabreichten Dosen. Selbst unangemeldete Impfwillige bekamen innerhalb kurzer Zeit ihren Impfstoff verabreicht.

Wie Deputy Garrison Manager Patrick Rothbauer und der Medical Director der Hohenfelser Health Clinic, Captain Zachariah Clark M.D., sagten, sei genügend Impfstoff für alle da. "An Impfstoff wird kein Mangel entstehen", versicherten die beiden. So wurden am zweiten Impftag innerhalb von weniger als zwei Stunden etwa 200 Dosen verabreicht. Wie Rothbauer zusammen mit Robert Braun und Armin Enderle von der Betriebsvertretung des Personals betonte, sei das Impfangebot der US-Armee auch in Hohenfels freiwillig. "Niemand wird dazu gedrängt, sich impfen zu lassen", sagten sie. Bei den verwendeten Impfstoffen handele es sich ausschließlich um US-Bestände. "Das sind rein amerikanische Kontingente, den deutschen Impfzentren wird nichts weggenommen, weil die US-Produktion auf Hochtouren läuft".

Die Zivilbeschäftigten in Hohenfels können sich auch außerhalb des Lagers impfen lassen, doch bei der US-Armee bekommen sie den Impfschutz schneller verabreicht. "Das ist für die meisten auch unkomplizierter und zeitsparender." Wie der aus Ansbach kommende Mediziner Paul Klin sagte, habe man so gut wie keine Probleme mit den Impfwilligen. "Die Leute haben sich schon im Vorfeld für einen Impfstoff ihrer Wahl entschieden. Wir machen die Aufklärung und die Dokumentation. Es ist relativ einfach". Mit dezenter Hintergrundmusik, aber mit straffer militärischer Organisation wurden die Impfwilligen in einem Einbahnsystem durch die verschiedenen Anlaufstellen geschleust, bis sie schließlich ihr ausgewähltes Vakzin verabreicht bekamen. Dann noch etwa eine Viertelstunde überwachte Wartezeit auf der Zuschauertribüne der Turnhalle und schon war man fertig. Die mit Moderna geimpften Personen sind dann in etwa vier Wochen noch einmal für die zweite Impfung vor Ort.

Auch in Vilseck impft die US-Armee Soldaten und Deutsche

Vilseck
die Impfstoffe von Moderna und Johnson und Johnson wurden in Hohenfels an deutsche Arbeitnehmer verimpft.
Impfstoff war für alle da! Viele deutsche Arbeitnehmer und die amerikanischen Soldaten nutzten die Corona-Impfmöglichkeit am US Standort Hohenels

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.