20.09.2020 - 11:51 Uhr
AmbergOberpfalz

"Dult light" diesmal an zehn Tagen

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Die Pfingstdult musste Reinhard Gschrey wegen Corona auf drei Tage abspecken. "Wir wussten nicht, wie das laufen wird", sagt der Festwirt und spricht von einem erfolgreichen Versuch. Die Herbstdult geht deswegen über die volle Distanz.

Der erste Eindruck täuscht: Ein Festzelt wird es auf der Dult nicht geben – aber einen überdachten Biergarten.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Pfingstdult sollte eigentlich am Freitag, 29. Mai, beginnen. Doch wegen der Corona-Krise wurde daraus nichts. Festwirt Reinhard Gschrey wollte das nicht hinnehmen und erfand kurzerhand die "Dult light"-Variante, die auf die drei Tage des Pfingstwochenendes beschränkt wurde und einen Biergarten-Betrieb mit Essen zum Mitnehmen bot. "Wir machen das jetzt wieder so wie an Pfingsten", ließ Gschrey am Samstag wissen, als er mit seinem Personal auf dem Dultplatz mit dem Aufbau begann. Eines ist aber anders als im Mai: "Wir machen das zum ganz normalen Termin. Die vollen zehn Tage."

Start ist am Freitag, 25. September, Ende am Sonntag, 4. Oktober. Wie schon an Pfingsten verzichtet Gschrey auf das traditionelle Anzapfen, dafür wird der Biergarten diesmal überdacht: "Das hatten wir an Pfingsten nicht. Da war das Wetter aber auch besser kalkulierbar." Zum Essen gibt es laut Gschrey wieder Grillhendl, Enten, Haxn, Fisch, Bratwürste und Braten. Zudem stehen mit wechselnden Angeboten kulinarische Thementage auf dem Programm. So können sich die Besucher zum Beispiel am Donnerstag, 1. Oktober, auf Schlachtschüsseln und Kesselfleisch freuen.

Auch ein Schnitzel-Tag ist geplant, freitags, samstags und sonntags ist zudem für Live-Musik gesorgt. Die Details will der Gastronom noch rechtzeitig bekanntgeben. Das gilt auch für die zusätzlichen Stände, von denen drei erlaubt sind. Fest steht bisher nur, dass Süßwaren Schmaußer (Ursensollen) wieder vertreten sein wird. Fahrgeschäfte werden wie im Mai nicht aufgebaut, auch auf eine ganze Mass Bier müssen die Gäste wieder verzichten: "Wir schenken nur Halbe aus. Da kostet eine 3,80 Euro." Apropos Geld: Im Vergleich zu einer regulären Pfingstdult habe die reduzierte Variante im Mai etwa zehn Prozent des üblichen Umsatzes eingebracht. Viel anders werde das nun im Herbst auch nicht sein, trotz der zehn Tage: "Wenn wir auf zehn oder fünfzehn Prozent einer normalen Dult kommen, wäre das schon ein Erfolg", denn die Alternative, auf das Volksfest komplett zu verzichten, sei keine gewesen: "Ich bin nicht der Typ, der sagt, ich mach' nix. Ich bin der, der alles probiert."

Bei zwei vergleichbaren Veranstaltungen im Nürnberger Raum sei er in diesem Jahr bereits "auf die Schnauze gefallen", sagt Gschrey und konkretisiert: "Das war jeweils ein Draufzahlgeschäft. Aber was will man da machen?" In Amberg deute dagegen alles darauf hin, dass sich auch die zweite "Dult light" zumindest etwas rentieren wird: "Wir haben Monatsbeginn" - da hätten die Leute wieder Geld, und: "Ein Feiertag ist auch noch dabei. Das wird schon." Kommentar

"Dult light" - an Pfingsten hat das funktioniert

Amberg
Festwirt Reinhard Gschrey.
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